Der Ichetucknee Springs State Park


Hier im nördlichen Florida kann man einen herrlichen Tag verbringen.

Meine Empfehlung wie bei allem was mit Naturbeobachtung zu tun hat - Früh hinfahren!
Der Park hat ein Tageskontingent und wenn dieses erreicht ist, ist der State Park geschlossen.
Der frühe Vogel... so ist es auch hier und in allen anderen National Parks - dort sein bevor die ganzen anderen Besucher dort sind, so hat man die Chance auf Tierbeobachtungen und ist alleine unterwegs.






Auf den Weg nach Ft. White den dort liegt gleich ums Eck der Ichetucknee Springs State Park
schon der Weg dorthin war schön, links und recht der Bundestrasse blüten unzählige Blumen und machten die Landschaft bunt



an einem Waldstück habe ich was "Rotes" im Gebüsch gesehen...
Neugierig wie ihr war stellte ich mein Auto ab.....

Ich hatte wirklich Glück

Ein Pärchen roter Cardinale (Cardinalis cardinalis) suchten am Wegesrand nach Nahrung
Die Vögel sind nicht besonders selten in den USA doch wie es der Zufall so will war es mir
in über 20 Jahren nicht möglich auch nur ein Foto von diesen wunderschönen Vögeln in freier Wildbahn
zu machen. Kollegen von mir sehen Hunderte ich nur mal kurz welche aber nie lange genug
um sie zu fotografieren.









Der Rote Cardinal ist in den USA sehr beliebt. In vielen Staaten ist er der Staatsvogel wie zB. in
Ohio, Virginia, Kentucky Indiana usw.
Auch gibt es Nummernschilder mit ihm und einige Sportmannschaften wie die Arizona Cardinals
oder die St. Lous Cardinals










Umso näher ich den Ichetucknee Springs kam umso mehr Schilder gab es zu diversen Verleihstationen











Nach einem ca. 10 minütigen Fußweg durch den Wald bin ich am Fluss angekommen und. Ein unfassbares Naturhighlight. Unbeschreibliche Farben mit vielen Schildkröten entlang des Flusses, Fische und Libellen. Das Tubing soll bis zum Endausstieg ca 1,5h dauern. Doch ich habe ja keinen Reifen.







 

Ich hatte nur meine Flossen und Maske sowie meine Kameraausrüstung dabei. Musste also den Weg von ca 90 min was normalerweise benötigt wird, wenn man sich den Fluss auf Reifen herunter treiben lässt schwimmen. Nach einigen hin und her überlegen ließ ich mich dann mit der Strömung mit treiben. Von dem Punkt an gab es eh keinen Weg zurück mehr. Ich musste die 1,5 Stunden nun schwimmen. Also Kamera an und los gehts




 

 








Nach wenigen Metern wechselte der sandige Untergrund beim Bootsanleger zu einem riesigen Teppich von Wasserpflanzen ( eine Art Valisnerien ? ) und ich bekam ein mulmiges Gefühl. Jetzt konnte unter mir alles sein, zuvor hatte ich es noch halbwegs unter Kontrolle und die Warnhinweise auf Alligatoren waren bestimmt nicht zum Spaß angebracht. Doch letztlich hatte ich keine andere Wahl ich musste bis zum nächsten Ausstieg durchschwimmen auch wenn der noch über eine Stunde entfernt war. Aussteigen war keine alternative, den Barfuß durch den Sumpf zu laufen und bestimmt Schlangen zu begegnen ist auch keine bessere Wahl. Also Augen auf Kamera im Anschlag und weiter schnorcheln.













Vom Ausstieg ist es noch ein ca 30 bis 40 minütiger Fussmarsch zurück zum Parkplatz, ich war nicht in der Urlaubersaison dort und auch noch unter der Woche so das die Busse nicht gefahren sind die einen zurück bringen